Film: Portret Polonia
Deutschland im 21. Jahrhundert, wir hören Polnisch auf den Straßen und in den Cafés,
in den Städten und auf dem Land, im Norden und im Süden – und wissen doch nur
wenig über die Menschen. Die beiden Berliner Kulturmanager Franziska Mandel und
Oliver Spatz haben im Kollegen- und Bekanntenkreis nachgefragt und fanden, dass mit
jeder Antwort viele neue und persönlichere Fragen entstanden. Und so entstand in Zusammenarbeit
mit der Brandenburgischen Bildungsstätte Schloß Trebnitz e.V. das Projekt Portret
Polonia.
Filmemacher aus Deutschland wurden im Herbst 2012 aufgefordert, mit
einem Kurzfilm über das polnische Leben in diesem Land zu erzählen. Der erste Wettbewerb
endete im Winter und eine Jury von Festivalmachern unter der Leitung der polnischen
Dokumentarfilm-Größe Stanisław Mucha wählte ihre Favoriten aus. Entstanden
ist ein Block aus vier kurzen bis mittellangen Filmen, die in einer breiten Themenvielfalt
über polnisches Leben in Deutschland berichtet: Wir sind mit einem LKW-Fahrer auf den
Straßen Deutschlands unterwegs, erhalten einen Einblick in die Welt des »Migranten des
Jahres 2013«, lernen die Perspektiven unterschiedlicher Generationen kennen und erfahren
die Lebensgeschichte eines Einwanderers. Sie alle berichten über das Ankommen und das
Bleiben, über Gemeinsamkeit und Einsamkeit, Identität und Selbstverständnis, Sehnsucht
und Heimat.
Im Anschluss an die Filmpräsentation laden wir ein zum Gespräch mit einem der Filmemacher,
Jan Walentek (Die Sonne in meinem Fernseher / Słońce w mym telewizorze ).
Jan Walentek, geb. 1945 in Polen, ist Diplom-Grafik-Designer und tätig als Designer,
Bildender Künstler und Kurzfilm-Macher. Seit 1987 lebt er in Deutschland.