Die Ausstellung widmet sich dem Lebenswerk von Władysław Bartoszewski.
Erstmals wurde sie im September 2015 im Warschauer Sitz der polnischen
Regierung der Öffentlichkeit präsentiert, wo Bartoszewski bis zum Ende
seines 93-jährigen Lebens beruflich tätig war. Die Ausstellungsmacher
wollten die Biografie des im 2015 verstorbenen ehemaligen polnischen
Außenministers, Diplomaten und Historikers nicht in der traditionellen
Form eines chronologischen Lebenslaufs darstellen, sondern in erster
Linie auf jene Bereiche aufmerksam machen, die für ihn selbst am
wichtigsten waren und
den besten Einblick in seine facettenreiche Persönlichkeit geben.
Weil Władysław
Bartoszewski jahrzehntelang aktiv an wichtigen historischen Prozessen beteiligt war, ist
diese Ausstellung zugleich eine Erzählung über die neueste polnische und
mitteleuropäische Geschichte. In Bartoszewskis Biografie spiegeln sich die Schattenseiten
und Hoffnungsschimmer der miteinander verwobenen deutsch-polnisch-jüdischen
Geschicke im 20. Jahrhundert. Zugleich vermittelt die Ausstellung eine universelle und
allgemeinverständliche Botschaft. Sie erzählt vom Widerstand des frei denkenden
Menschen gegen jede Form von Unterdrückung und Gleichgültigkeit ihr gegenüber. Sie
erinnert an die Opfer von Verfolgung und verweist auf die Bereitschaft zum Dialog überall
dort, wo Verständigung und Versöhnung trotz vergangenen Leids möglich sind.
http://www.bartoszewski-initiative.de/wystawa.html