Polen aus freier Wahl
Über Deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert
Polen aus freier Wahl
Über Deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert
Über das Programm
„Polen aus freier Wahl. Deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) und des Hauses der Begegnung mit der Geschichte (Dom Spotkań z Historią, DSH). Eröffnet wurde das Projekt 2010 durch die gleichnamige, im DSH auf Deutsch und Polnisch gezeigte Ausstellung, in der erstmals, am Beispiel von 26 Familien (u. a. den Familien Fukier, Schuch, Wedel, Straus, Gebethner, Weigle und Werner), der Beitrag der deutschen Einwanderer zur Entwicklung der Industrie, Wissenschaft, Kultur und zum gesellschaftlichen Leben in der Hauptstadt detailliert dargestellt wurde.
Geschildert wird in der Ausstellung auch die schrittweise und freiwillige Assimilation der Familien, deren Angehörige sich mit dem polnischen Unabhängigkeits- und Freiheitsstreben solidarisierten. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit Nachkommen der Familien, die heute noch in Warschau leben.
Die Ausstellung zeigt, dass die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs nur eine Episode in der jahrhundertelangen Koexistenz von Polen und Deutschen in Warschau sind.
2011 wurde die Ausstellung im Roten Rathaus in Berlin gezeigt, und ein Jahr später im Kraszewski-Museum in Dresden sowie in der evangelisch-augsburgischen Dreifaltigkeitskirche (Kościół Świętej Trójcy) in Warschau. 2015 war sie in der ehemaligen Norblin-Fabrik in Warschau zu sehen, und 2016 im Allgemeinbildenden Mikołaj-Rej-Lyzeum (Liceum Ogólnokształcące im. Mikołaja Reja).
Die Ausstellung wurde als Wanderausstellung konzipiert. Sie setzt sich aus 31 Schautafeln in der Größe 100 cm x 220 cm und 8 Schautafeln in der Größe 50 cm x 220 cm (insgesamt 35 lfm) zusammen. Sie kann kostenlos von der SdpZ ausgeliehen werden. Der Leihnehmer trägt die Kosten für den Transport, den Auf- und Abbau und die Versicherung der Ausstellung.
2012 erschien der reich illustrierte Bildband „Polen aus freier Wahl. Deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert”; Autoren: Tomasz Markiewicz, Tadeusz Władysław Świątek und Krzysztof Wittels; Herausgegeben vom Haus der Begegnung mit der Geschichte und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.
Seit 2014 gibt es begleitend zum Projekt die interaktive, zweisprachige Internetseite „Polen aus freier Wahl. Deutschstämmige Familien in Warschau im 19. und 20. Jahrhundert” für PCs und mobile Endgeräte (polnische Version: Polacy z Wyboru, deutsche Version: Polen aus freier Wahl). Auf der Website finden sich sowohl Materialien, die im Rahmen der Ausstellung oder des Bildbandes entstanden, als auch völlig neue Inhalte. Sie ist nicht nur als Fortentwicklung der Ausstellung gedacht, sondern auch als Forum zum Austausch von Informationen und als Wissensquelle zum Thema Geschichte Polens und Warschaus.
Aktuelle Informationen zum Projekt finden Sie auch auf dem Facebook-Profil.